Imkerei Thomas Amsler, Schupfart
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Nicaragua, 18. Februar 2011
Seit dem 2. Dezember 2010 bin ich für 3 Monate in Nicaragua, Zentralamerika unterwegs. Den Dezember habe ich bei einer netten Familie in Estelí, einer Stadt im Norden Nicaraguas verbracht. Hier habe ich jeweils am Vormittag Spanischunterricht erhalten.

Nach meiner Zeit in Estelí
bin ich dann weiter in den Norden nach "San Juan del Rio Coco" nahe der Grenze zu Honduras umgezogen. Die Leute hier in den Bergen leben sehr einfach, hauptsächlich vom Kaffee-Anbau. Eine Kooperative "PRODECOOP" hat hier ein Imkereiprojekt gestartet, in welchem ich meine langjährige Erfahrung als Imker einbringen und selber Erfahrungen mit den afrikanisierten Bienen sammeln kann. Das Imkereiprojekt hat hier vor drei Jahren begonnen, nur zwei von den 45 Imkern haben Grundkenntnisse der Imkerei, die Übrigen sind absolute Neulinge. Der Projektleiter hat gute theoretische Kenntnisse, stösst jedoch bei der Umsetzung in die Praxis an seine Grenzen. Ich habe hier drei Dinge in Angriff genommem: 1. Völkervermehrung 2. Varroakontrolle und 3. Bienenwachsproduktion.

Zur Jungvolkbildung habe ich eine sehr einfache Methote
auswählen müssen, da die meisten Imker noch nie eine Königin gesehen haben und das suchen einer Königin bei den afrikanisierten Bienen auch nicht ganz einfach ist. Wir haben die starken Muttervölker verstellt und an deren Platz eine neue Beute gestellt, die wir dann mit drei bienenfreien Brutwaben vom Muttervolk und sieben Mittelwänden oder Leerwaben bestückt haben. Die zurückkehrenden Flugbienen vom Muttervolk haben dann die neuen Beuten gut gefüllt und Zellen nachgezogen, dank der beginnenden Tracht kam es auch nicht zu Räubereien.

 
Jungvolkbildung Varroabefall
Jungvolkbildung durch verstellen des Muttervolkes Starker Varroabefall in der Drohnenbrut