Imkerei Thomas Amsler, Schupfart
Dadant Blatt MagazinbeutenThomas AmslerBienen auf RahmenBienenhaus Schupfart 1998Bio Suisse
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Bienengesundheit
 
! Varroa !
Nach wie vor ist die Varroamilbe der grösste Feind unserer Bienenvölker. Die Varroakontrolle
hat in unserer Imkerei allerhöchste Priorität und wird kompromisslos umgesetzt. Nachfolgend
unsere Strategien: Der Varroabefall der Wirtschaftsvölker wird in der 2. Maihälfte ermittelt. Je nach Befall wird die Strategie ausgewählt. Normalerweise werden die Völker anfangs August mit Ameisensäure behandelt, dazu verwende ich den FAM Dispenser. Bei diesem System kann die Verdunstungsfläche auch während einer Behandlung jederzeit verändert werden. Im September erfolgt je nach Bedarf eine zweite Behandlung. Im November/Dezember mache ich die Restentmilbung in den brutfreien Völkern. Dafür verwende ich eine 3%ige Oxalsäuredihydrat-Lösung. Die Bienen werden mit 3 - 4ml. je Wabenseite besprüht. Die Jungvölker werden in der Regel 1 x mit Ameisensäure im August behandelt, danach wie die Wirtschaftsvölker im November/Dezember Mit Oxalsäure besprüht. Die Schwärme und Kunstschwärme werden ein paar Tage nach dem Einlogieren mit Oxalsäure besprüht. Danach kann unter normalen Umständen auf eine Ameisensäurebehandlung im August verzichtet
werden. Eine Restentmilbung erfolgt dann auch mit Oxalsäure im November/Dezember. Bei den Mini Plus Völkchen werden im Sommer die Abschnitte, in denen keine verdeckelte Brut vorhanden ist, ausgenutzt, um mit Oxalsäure zu behandeln. Ebenso werden diese nochmals im November/Dezember behandelt.
Achtung! Die Varroasituation im Herbst 2009 war aussergewöhnlich! sollte diese Situation in Zukunft der Normalfall werden, so muss die Bekämpfungsstrategie angepasst werden.

Oxalsäuresublimation (Verdampfung)
Gegenwärtig teste ich einen neuen Oxalsäureverdampfer "Sublimatore Professionale". Pro Bienenvolk benötigt man mit diesem Gerät 20 Sekunden für eine Behandlung. Dieses Gerät könnte eine Alternative zur Sprüh oder Träufelbehandlung sein.
 
Sauerbrut
Um der Sauerbrut Melissococcus plutonius vorzubeugen, werden ausschliesslich vitale Völker gehalten, bei denen das Bienen-Brut Verhältnis günstig ist. Serbelvölker oder Völker mit anderen Schwächeanzeichen werden aufgelöst. Bei der Selektion der Völker ist das Bruthygieneverhalten der Völker von grosser Bedeutung. Durch eine Hygienische Betriebsweise werden Krankheitserreger weniger stark durch den Imker verbreitet.
 
Faulbrut
Bei der Faulbrut Paenibacillus larvae larvae gelten grundsätzlich die gleichen Vorkehrungen wie bei der Sauerbrut. Da die Faulbrutsporen ausserordentlich widerstandsfähig sind und mehrere Jahrzehnte lang infektiös bleiben, sollte man auch die Umgebung gut kennen und mögliche Infektionsquellen beseitigen.
 
Bekämpfung
Die Bekämpfung von Faulbrut und Sauerbrut ist in der Schweiz gesetzlich geregelt. Wichtige Informationen findet man in den Technischen Weisungen vom Bundesamt für Veterinärwesen BVET.
 

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